Die Anfänge des Ortes reichen bis zum Jahr 1897 zurück, als Graf Witold Skórzewski, Mitbesitzer der Landgüter Obory und Erbe der Gräfin Maria Grzymała-Potulicka, die Teilung des Landguts Obory in Angriff nahm. Zum Verkauf wurde ein Kieferwald
angeboten. Der an den hohen Ufern der Weichelniederung wachsende Wald war für den Bau eines mondänen Urlaubsortes vorgesehen. Zum Zweck der Aufteilung wurde ein Erschließungsplan für die entstehende Siedlung angelegt, die zum Andenken an die verstorbene Mutter des Grafs Skórzewski, Konstanca geb. Potulicka-Skórzewska, Konstancja genannt wurde. 1897 wurde mit der Aufteilung der an Konstancja angrenzenden Grundstücke des Dorfes Skolimów begonnen, die ebenfalls für einen Urlaubsort bestimmt wurden. Im Jahre 1926 teilten die Potulickis das südlich an Konstancin grenzende, bis zum Słomczyński-Wald reichende Gebiet auf und gründeten hier den Urlaubsort Królewska Góra.
Die neuen Grundstücke fanden schnell wohlhabende Besitzer, die hier ihre Vorstadtresidenzen bauten. Die Residenzen zeigten verschiedene architektonische Stile: Jugendstil, Moderne, Funktionalismus, historisierende Stile (Neorenaissance, Neobarock, Neoklassizismus, Eklektizismus), den Landhaus- und den Zakopanestil. In Konstancin verwirklichten die berühmtesten Warschauer Architekten aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ihre Entwürfe. Die nach dem 2. Weltkrieg enteigneten und in Kommunalwohnungen umgewandelten Villen verloren ihren Glanz und Charakter. Viele von ihnen gerieten in Verfall und verschwanden für immer aus dem Bild der Stadt. Ein Teil davon wurde in den neunziger Jahren des 20. Jahrhunderts wieder ihren Besitzern zurückgegeben. Die interessantesten Villen ziehen sich an den Straßen Jagiellońskia, Batory und Sienkiewicza entlang.
Der Kurpark in Konstancin ist beinahe so alt wie der Ort selbst. Angelegt wurde er im Jahre 1899 im englischen Stil. Durch diesen Stil gelang es den Erbauern, die Landschaftsgestaltung künstlich zu variieren. In den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde im Park ein Solegradierwerk gebaut, das sich lokale Thermalquellen zunutze machte.
Im Norden grenzte Konstancin an den Ort Jeziorna, der sich seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu einem Zentrum der Papierproduktion entwickelte. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entstand hier, nachdem die in einem Feuer beschädigte Mühle zur Produktion von Papiermasse wieder aufgebaut worden war, eine Arbeitersiedlung und ein Sitz für den Eigentümer. In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde die Siedlung weitergebaut. Heute besitzt sie neben Żyrardów und Marki den besterhaltenen Fabrik-Wohnkomplex in Masowien. Das Papier wurde in zwei Betrieben, dem sogenannten oberen und unteren produziert. Im Jahre 1836 kaufte der neue Investor, die Polnische Bank, eine moderne Maschine für die Papierproduktion, die das Papier im Dauerbetrieb erzeugte. Es war die erste Maschine ihrer Art in Polen. Die Maschine wurde im oberen Betrieb aufgestellt. Diese Zeit markierte den Beginn der Industrialisierung in Jeziorna. Ende des 19. Jahrhunderts kaufte die Aktiengesellschaft der Papierfabrik Mirków die Papierfabrik in Jeziorna auf. Um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert erlebte die Fabrik in Jeziorna eine rasante Entwicklung.
Dabei verlor der obere Betrieb zugunsten des unteren, der immer wieder erweitert wurde, an Bedeutung. Nach dem Zweiten Weltkrieg erhielt die Fabrik den Namen Warschauer Papierbetriebe. In den neunziger Jahren wurden die Betriebe von dem finnischen Konzern Metsa Tissue aufgekauft. Anstelle des ehemaligen oberen Betriebs, der 1984 verbrannte, wurde 2002 ein modernes Einkaufszentrum, „Stara Papiernia“ (Alte Papierfabrik) eröffnet, das architektonisch an die alten Fabrikgebäude angelehnt ist.
1968 wurden die Ferienorte Konstancin, Skolimów und Królewska Góra und die benachbarten Orte Klarysew, Chylice und Jeziorną zu einer Verwaltungseinheit verbunden, wodurch die Stadt Konstancin-Jeziorna entstand. 1972 bekam die Stadt den Status eines Kurorts. Zehn Jahre zuvor hatte man auf dem Gebiet von Konstancin in 1750 m Tiefe heiße Solequellen endeckt. Die Quellen besaßen heilende Eigenschaften.

Die Kirche der Engelsgottesmutter (Matki Bożej Anielskiej), ein neogotischer Kirchenbau, wurde 1903–06 von Bronisław Brochwicz-Rogóyski und Władysław Kossowski errichtet.
Die Kirche Mariä Himmelfahrt (Wniebowzięcia Najświętszej Marii Panny) ist ein neogotischer Bau von Józef Pius Dziekoński.

Die Kirche des Heiligen Josef, dem Geliebten der Heiligen Maria ist ein ebenfalls neogotischer Bau und wurde 1909 von Stanisław Kudera erbaut.