Dzi¶ jest  pi±tek 10.02.2012, Imieniny : Elwiry, Elizy, Jacka
Góra Kalwaria

Góra Kalwaria, das im Jahr 1670 die Stadtrechte erhielt, zeichnet sich durch eine interessante, in Masowien sogar die originellste Stadtarchitektur aus. Góra Kalwaria wurde vom Bischof von Posen, Stefan Wierzbowski, gegründet. Vom Geist der Gegenreformation erfüllt, wollte der Geistliche ein neues Pilgerzentrum schaffen. Die Stadt entstand an der Stelle des früheren Dorfes Góra. Bischof Wierzbowski entwarf das Neue Jerusalem, wie man die Stadt damals nannte, auf dem Grundriss des lateinischen Kreuzes, nach im 17. Jahrhundert verbreiteten Vorbildern, die die Gestalt Jerusalems nachahmen sollten. Am Fuße des Kreuzes befand sich ein künstlich aufgeschütteter Hügel (heute liegt hier der Friedhof). Die senkrechte Achse markiert heute die Ulica Kalwaryjska, zusammen mit dem Markt. Früher befanden sich parallel zur Straße Kreuzwegstationen, die allerdings nicht erhalten sind. Die Waagerechte bilden die Ulica Pijarska und die Ulica Dominikañska.


Die Kirche zur Erhebung des Heiligen Kreuzes (Podwy¿szenia Krzy¿a ¦wiêtego) wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts auf einem künstlich aufgeschütteten Hügel gebaut, an der Stelle, an der sich die beiden Jerusalemer Achsen durchkreuzen; der Ort bekam den Namen „Pilatuskapelle“ oder „Pilatusrathaus“. Die Kirche markierte also den Mittelpunkt des Kalwarienberges. Umgebaut wurde sie 1791 im spätbarocken Stil. Sehenswert ist in der Kirche die wertvolle Wachspieta aus dem 16. Jahrhundert. In der Krypta unter dem Altar ruhen die Gebeine des Stadtgründers Bischof Stefan Wierzbowski. Heute ist das Gotteshaus nurmehr Filialkirche. Vor der Kirche steht die barocke Christusfigur „Ecce Homo“ aus dem 17. Jahrhundert.


Der Komplex des ehemaligen Bernardinerklosters, ein spätbarockes Klosterensemble, erbaut von Jan Fontana. Verantwortlich für den Bau in der Mitte des 18. Jahrhunderts war die Stiftung des Großen Kronmarschalls Franciszek Bieliñski. Bis 1864 war das Kloster Eigentum der Bernardiner; seit 1952 gehört es dem Mariannenorden an. Die Kirche der unbefleckten Empfängnis der Heiligen Maria besitzt u.a. eine interessante Rokoko-Kanzel aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts und den St. Valerians-Sarkophag aus schwarzem Marmor vom Ende des 18. Jahrhunderts. In den Untergewölben der Kirche liegen die Gebeine ihres Stifters Franciszek Bieliñski. Die Säulen des Tores vor der Kirche zieren vier Barockskulpturen aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Die Skulpturen stellen Heilige dar: Franziskus von Assisi, Antonio Padewski, Johannes Kapistran und Bernard Sieneñski. Heute ist die Kirche Pfarrkirche.


St. Antonius-Kapelle. Das barocke, in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete Gebäude erhebt sich malerisch an der Mitte der Uferböschung. Im Altar stehen die gerühmte Figur des Heiligen Antonio Padewski und ein Reliquienschrein. In der Nähe fließt eine Quelle, deren Wasser heilende Eigenschaften zugeschrieben werden.


Die Kirche der Göttlichen Vorsehung (Opatrzno¶ci Bo¿ej), die sogenannte Abendmahlskapelle, befindet sich in dem Teil Góra Kalwarias, der Marianka genannt wird. Die Kirche wurde 1674 von Bischof Wierzbowski gestiftet. In dem barocken Raum befindet sich ein Bild der Mutter Gottes mit Kind aus dem 17. Jahrhundert sowie der aus dem 18. Jahrhundert stammende Sarkophag von Stanis³aw Papczyñski, dem Gründer des Mariannenordens.


Das ehemalige Pijarenkollegium wurde 1675 von Bischof Stefan Wierzbowski gestiftet. Im Jahre 1819 wurden die Gebäuden in Kasernen für die Zarentruppen umgewandelt. Nach dem Umbau im Jahre 1841 wurden hier Obdachlose, Alte und Krüppel untergebracht. Auf dem Gebiet des ehemaligen Kollegiums befindet sich die neogotische Kirche Mariä Verkündigung (Zwiastowania Naj¶wiêtszej Marii Panny). Heute ist hier das Haus für soziale Unterstützung untergebracht.

Das Rathaus wurde im Zeitraum 1829–34 im klassizistischen Stil von Bonifacy Witkowski erbaut. An das Gebäude des Rathauses schließen sich ehemalige Krämerläden mit unterirdischen Gängen an, entworfen von Witkowski und errichtet im Jahre 1836.


Das ehemalige Friedensgericht, auch „Bischofspalast“ genannt, ist ein prächtiges, hohes Backsteingebäude aus dem 18. Jahrhundert. In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts befand sich hier das Friedensgericht des Landkreises Czersk.

Das ehemalige Gebetshaus (Beit Hamidrasz) war das Haus für Religionsstudien der bekannten chassidischen Alter-Dynastie. Das Haus wurde 1903 gebaut und liegt in direkter Nachbarschaft des ehemaligen, im Jahre 1859 errichteten Gutshofes des Zaddik.


Die ehemalige Synagoge wurde 1903 an der Stelle der alten errichtet. Heute dient sie als Geschäft.


Der Pfarrfriedhof wurde nach 1797 auf einem Hügel an der Stelle der abgerissenen Heiligkreuzkirche errichtet. Die ältesten Gräber stammen aus dem 19. Jahrhundert, etwa von Pfarrer Mateusz Jasiñski (gest. 1847), Zofia Kiciñska geb. Zaborowska (gest. 1890), Katarzyna Stañczyk (gest. 1888), Antoni Kalañski (gest. 1880), von Unterleutnant Graf Dybicz vom Zabajka³ski-Infanterieregiment (gest. 1884) oder Albin Jarosiñski (gest. 1890). Auf dem Friedhof befindet sich auch das Grab für die polnischen Soldaten, die in den Verteidigungskämpfen im Jahre 1939 gefallen sind.


Der jüdische Friedhof wurde erstmals im Jahr 1827 erwähnt. Die jüdische Gemeinde erwarb 1864 die Eigentumsrechte. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Friedhof verwüstet. Die geretteten Grabplatten und ihre Fragmente (etwa 100 Gräber und Fragmente sind erhalten) wurden im westlichen Teil des Friedhofs aufgestellt. Auf dem Friedhof befindet sich auch eine Gruft aus Sandstein, in der der 1866 verstorbene Zaddik Izaak Mejer Tothenberg Alter begraben ist. Die Gruft wurde 1991 wieder aufgebaut.


Der evangelisch-augsburgische Friedhof wurde im 19. Jahrhundert gegründet und war bis zum Zweiten Weltkrieg in Gebrauch. Die ältesten Gräber entstammen dem 19. Jahrhundert. Nach dem Krieg wurde er verwüstet und verfiel schließlich.

 

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